Immobilienmarkt Schweiz 2025: Rückblick & Entwicklung
– Der Immobilienmarkt Schweiz 2025 zeigt stabile Nachfrage und steigende Immobilienpreise bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern trotz herausfordernder Rahmenbedingungen.
– Wohnraummangel und geringes Angebot prägen den Schweizer Immobilienmarkt, treiben Preise und verschärfen die Situation auf dem Mietwohnungsmarkt.
– Der Immobilienmarkt Wallis 2025 überzeugt durch attraktive Immobilienpreise, konstante Nachfrage und deutliche regionale Unterschiede bei Wohn- und Ferienimmobilien.
– Die Abschaffung des Eigenmietwerts wird den Schweizer Immobilienmarkt spürbar verändern und die Finanzierung von Wohneigentum neu prägen.
Stabile Erholung und steigende Immobilienpreise
Bereits in den vergangenen Jahren erwies sich der Markt insgesamt als bemerkenswert stabil, trotz verschiedener Herausforderungen wie der Zinsentwicklung, den Auswirkungen der Covid Pandemie sowie den damit verbundenen steigenden Baukosten. Die Nachfrage nach Wohnraum blieb hoch, während das Angebot knapp war. Das führte zu weiter steigenden Immobilienpreisen: Eigentumswohnungen legten um rund 3,4 % zu, Einfamilienhäuser um etwa 3 %. Damit zählt 2025 zu den wachstumsstärkeren Jahren der jüngeren Vergangenheit. Haupttreiber waren der anhaltende Wohnraummangel, das Bevölkerungswachstum und weiterhin günstige Hypotheken. Trotz strenger Kreditregeln entschieden sich viele Haushalte wegen der tiefen Zinsen für den Kauf von Wohneigentum.
Mietmarkt: Schweizweit angespannte Situation
Laut dem Bundesamt für Statistik (Stand Juni 2025) standen schweizweit nur etwa 37’000 Mietwohnungen zur Verfügung. Das bedeutet ein Minus von 8 % gegenüber dem Vorjahr 2024. Diese Knappheit führte zu moderaten Mietsteigerungen in der ganzen Schweiz. Die Bautätigkeit bleibt ein Problem: hohe Kosten, Materialengpässe und aufwendige Bewilligungsverfahren verzögerten viele Projekte. Dadurch verschärfte sich die Wohnraumknappheit weiter.
Gewerbeimmobilien im Wandel

Im Bereich der Gewerbeimmobilien zeigten sich leichte Verschiebungen. Während Logistik- und Industrieflächen stabil blieben, sanken bei Büroflächen die Mieten für Neuvermietungen teilweise. Grund war der Trend zu hybrider Arbeit, der den Flächenbedarf vieler Unternehmen reduzierte. Für den Gesamtmarkt blieb dieser Effekt jedoch gering, da Wohnen weiterhin dominiert.
Immobilienmarkt Wallis 2025
Attraktive Preise und konstante Nachfrage
Der Immobilienmarkt im Wallis präsentierte sich 2025 als attraktiver Gegenpol zu den hochpreisigen urbanen Zentren der Schweiz. Im Vergleich zu den schweizweiten Medianpreisen bleibt das Preisniveau im Kanton deutlich moderater, was das Wallis sowohl für Eigennutzer als auch für Investoren besonders interessant macht.
Gleichzeitig zeigt sich eine anhaltend starke Nachfrage nach Wohn- und Ferienimmobilien. Getragen wird diese Entwicklung insbesondere von den wirtschaftlich dynamischen Regionen Martigny, Sion, Visp und Brig, die von Bevölkerungswachstum, guter Infrastruktur und hoher Lebensqualität profitieren. Diese Kombination aus vergleichsweise attraktiven Preisen und stabiler Nachfrage unterstreicht die langfristige Attraktivität des Walliser Immobilienmarktes.
Deutliche regionale Unterschiede
Das Wallis ist stark heterogen. Tourismusregionen profitieren von konstant hoher Nachfrage nach Zweitwohnungen. Regionale Zentren zeigen stabile Märkte für Erstwohnsitze. Die grosse Preisbandbreite spiegelt diese Vielfalt wider. Sie macht den Kanton attraktiv für Investitionen als auch für private Käuferinnen und Käufer.
Wohnraummangel im Wallis

Auch im Wallis ging das Angebot an Mietwohnungen 2025 leicht zurück, insbesondere in den grösseren Ortschaften und wirtschaftlichen Zentren. Der Mietwohnungsmarkt bleibt entsprechend angespannt, was den strukturellen Nachfrageüberhang weiter verstärkt.
Abschaffung des Eigenmietwerts: Auswirkungen auf den Markt
Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen, das Eigentümerinnen und Eigentümern für selbst genutztes Wohneigentum steuerlich angerechnet wurde. Ziel dieses Systems war es ursprünglich, Wohneigentum und Miete steuerlich gleichzustellen, wobei im Gegenzug Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten abgezogen werden konnten.
Mit der Abstimmung wurde entschieden, den Eigenmietwert abzuschaffen. Damit fällt künftig die Besteuerung dieses fiktiven Einkommens weg. Gleichzeitig werden die steuerlichen Abzugsmöglichkeiten für Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten deutlich eingeschränkt oder aufgehoben.
Diese Neuausrichtung stellt einen grundlegenden Systemwechsel dar. Wohneigentum wird insbesondere für Eigentümerinnen und Eigentümer mit tiefer oder amortisierter Finanzierung attraktiver, während stark fremdfinanzierte Modelle an Reiz verlieren. Langfristig dürfte dies zu einer nachhaltigeren Finanzierungsstruktur am Immobilienmarkt führen.
Fazit: Konsolidierung, Preisanstieg und steuerliche Reform
Der Immobilienmarkt Schweiz 2025 bleibt geprägt von hoher Nachfrage, knappem Angebot und moderaten Preissteigerungen. Der Mietmarkt bleibt angespannt und die Bautätigkeit kann den Bedarf nicht decken. Die geplante Abschaffung des Eigenmietwertes markiert einen wichtigen Systemwechsel und beeinflusst künftig die Finanzierung von Wohneigentum. Das Wallis entwickelte sich 2025 stabil und moderat. Attraktive Preise, regional grosse Unterschiede und eine gesunde Nachfrage prägen den Markt. Insgesamt zeigt 2025 ein Bild der Konsolidierung und Neuorientierung. Im Wallis bleibt es ein Markt, der Chancen bietet, aber strategische Entscheidungen verlangt.
